Die Bürgerinitiative BIWO ist eine parteineutrale unabhängige Bürgergemeinschaft.

Neubau der Bundesstraße 470 im Wiesenttal
zum Teil 4-Spurig

Zur Situation

Zur Reduzierung des Straßenverkehrs in der Stadt Forchheim und in der angrenzenden Ortschaft Gosberg sowie zur Förderung der Wirtschaft in der Fränkischen Schweiz ist der Neubau der Bundesstraße B470 im Wiesenttal geplant. Das Projekt wurde vom Bayerischen Staat zur Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 in Berlin vorgeschlagen.

Im zweiten Entwurf des BVWP 2030 ist das Projekt jetzt in die Dringlichkeitsstufe „Vordringlicher Bedarf (VB)“ eingestuft; das heißt, die Realisierung soll bis 2030 erfolgen. Dazu ist wichtig zu wissen, dass es sich beim BVWP 2030 nur um einen Vorhabenplan handelt, der nicht eingehalten werden muss.

Das Anliegen der BIWO

Wir wollen erreichen, dass keine neue Bundesstraße B 470 mit 6,9 km Länge als O-OU Forchheim durch das Untere Wiesenttal gebaut wird. Lesen Sie Einzelheiten zu dem Straßenbau-Vorhaben auf der Seite das Projekt. Eine Fotomontage des Straßenneubaus im unteren Wiesenttal finden sie hier.

Dies sind unsere Argumente

  • Bei der Aufnahme des Projektes in den Vordinglichen Bedarf des BVWP 2030 sollte der Neubau erst bis 2030 abgeschlossen sein. Die Verkehrssituation bedarf aber einer schnelleren Lösung.
  • Der Bau der Straße nach den Vorschlägen des Staatlichen Bauamtes Bamberg wäre drastisch überdimensioniert auf Kosten der Natur und des Bundeshaushaltes.
  • Die Pläne führen zu keiner besseren Anbindung des PKW-Verkehrs an den ÖPNV mit Bahn und Bus.
  • Das Untere Wiesenttal, der idyllische Eingang zur Fränkischen Schweiz, würde unwiederbringlich stark zerstört.
  • Wir wollen eine natürliche attraktive Kulturlandschaft zwischen Sigritzau und Ebermannstadt erhalten mit der Unversehrtheit der vernetzten Biotopflächen – FFH – SPA – Vogelschutzgebiet – Wiesenbrütergebiet – Wasserschutzgebiet.
  • Die Straße würde zusätzlichen Verkehr und Fernverkehr anziehen und das Verkehrsproblem in Forchheim selbst nicht lösen, weil hier der Ziel- und Quellverkehr die Hauptursache der Überlastung der Ortsdurchfahrt ist.
  • Viel wertvolles Ackerland bester Bonität würde unnötigerweise vernichtet.
  • Es wäre dringend nötig, dass die Kommunen und der Bayerische Staat gemeinsam ein übergreifendes Verkehrskonzept für den Landkreis Forchheim Ost entwickeln mit Kreis- und Staatsstraßen, Umgehungsstraßen und dem ÖPNV – ein Konzept, das die Interessen der Bürger stärker in den Vordergrund stellt und unsere einmalig schöne Natur nicht zerstört. Dieses unterbleibt offensichtlich, weil die Politik darauf hofft, dass das völlig überdimensionierte Bundesstraßenprojekt diese Bemühungen erübrigt – zu viel höheren Kosten, die vom Bund getragen werden. Das ist nicht im Sinne des Steuerzahlers.